{"id":96,"date":"2015-11-15T18:41:53","date_gmt":"2015-11-15T17:41:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bdz-berlin.de\/?p=96"},"modified":"2016-04-15T09:17:18","modified_gmt":"2016-04-15T07:17:18","slug":"czardas-und-memory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/2015\/11\/15\/czardas-und-memory\/","title":{"rendered":"Cz\u00e1rd\u00e1s und Memory"},"content":{"rendered":"<p>Mit \u201eUngarischen Skizzen\u201c begann der Konzertabend der Mandolinisten-Vereinigung Berlin am 15. November 2015. Diese Ouvert\u00fcre stand programmatisch \u00fcber dem ersten Konzertteil des Abendsim Rathaus Berlin-Zehlendorf. Fast 300 G\u00e4ste waren in den ausverkauften Saal gekommen, um die Musikerinnen und Musiker zu ihrem traditionellen Jahreskonzert zu erleben. Es wurde auch dieses Jahr ein musikalisches Erlebnis nach dem Geschmack des Publikums.<!--more--><br \/>\nGeschickt war das Programm gestaltet: Dem Einleitungsst\u00fcck folgten zwei ungarische Lieder, darauf gab es rum\u00e4nische T\u00e4nze und vor der Pause noch zwei Cs\u00e1rd\u00e1s. Die Solisten des diesj\u00e4hrigen Konzerts waren die 21-j\u00e4hrige Studentin Johanna Graack und ihr vier Jahre j\u00fcngerer Bruder Julius, der noch Sch\u00fcler ist. Vor allem die junge S\u00e4ngerin beeindruckte durch eine klare Stimme mit warmem Vibrato. Auch ihr Bruder gestaltete seine Partien musikalisch. Zwar machte die tiefe Lage mancher St\u00fccke ihm etwas M\u00fche, aber er sang seine Lieder und Arien intensiv und mit Emotion. Im Duett mit seiner Schwester (\u201eTonight\u201c aus der \u201eWest Side Story\u201c) hatte er \u201esein\u201c St\u00fcck gefunden.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-98 size-full\" src=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/312c.jpg\" alt=\"Konzert der MVB im November 2015\" width=\"600\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/312c.jpg 600w, https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/312c-300x108.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>Aus echten Publikums-Hits bestand der zweite Teil des Abends, in dem sich ein Musical-Evergreen an den anderen reihte. Einem Medley aus \u201eMy Fair Lady\u201c folgte eine Melodie aus \u201eAnatevka\u201c. \u201eMemory\u201c aus \u201eCats\u201c und das \u201eLied des Herodes\u201c aus \u201eJesus Christ Superstar\u201c schlossen sich an. H\u00f6hepunkt des Abends war der Song \u201eI feel pretty\u201c aus der \u201eWest Side Story\u201c: Johanna Graack ging in dieser kleinen Charakterstudie auf und erhielt Sonderapplaus. Kleine Accessoires wie ein Handspiegel zum \u201ePretty\u201c, eine Krone f\u00fcr Herodes und eine Katzenmaske f\u00fcr \u201eCats\u201c reichten schon, Handlung und Situation anzudeuten \u2013 eine sch\u00f6ne Idee! Durch den zweiten Teil des Abends f\u00fchrte der sympathische Konstantin Padioukov, der in die Musicalhandlungen einf\u00fchrte und kurze Erl\u00e4uterungen zum besseren Verst\u00e4ndnis gab. Leider war er mit seinem Akzent nicht immer gut zu verstehen.<br \/>\nDie Mandolinisten-Vereinigung machte ihre Sache rundum gut. Konzertmeister Horst Schwendtner ist ein echter primus inter pares, der das Orchester aufmerksam und fehlerfrei f\u00fchrt, und das schon seit 30 Jahren. Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung des Orchesters, das entscheidend von seiner Leiterin und Dirigentin Natalja Kittke profitiert: Es phrasiert musikalisch, spielt mit guter dynamischer Differenzierung und kann ebenso im forte auftrumpfen wie sensibel, aber ausdrucksvoll im piano begleiten.<br \/>\nNatalja Kittke ist erst die dritte Leiterin in 65 Ensemblejahren. Sie leitet das Ensemble seit 2013 und hat in dieser Zeit f\u00fcr eine neue Orchesterkultur gesorgt. Das Zusammenspiel ist konzentrierter geworden, die Eins\u00e4tze sind genauer und die Phrasierungen klarer. Natalja Kittke hat nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t. Die Musikerinnen und Musiker profitierenvon ihren Gesten, die fl\u00fcssig, exakt und doch entspannt sind. So entsteht gut gemachte Musik, die den Zuh\u00f6rern erkennbar Freude macht. Natalja Kittke ist au\u00dferdem auch noch eine herausragende Akkordeonspielerin und meisterte den ber\u00fchmten Cs\u00e1rd\u00e1s von Monti, vom Ensemble begleitet, mit Bravour. Dass sie auch noch die Arrangements fast aller an diesem Abend gespielten Werke erstellt hat, komplettiert das Bild einer Vollblutmusikerin.<br \/>\nWie in jedem Jahr hat auch im November 2015 das traditionell schlechte Wetter keinen einzigen Konzertbesucher abgehalten: Der Saal war ausverkauft. Wer n\u00e4chstes Jahr kommen will, kann sichden 20. November 2016 schon mal eintragen und sp\u00e4testens sechs Wochen vorher Karten bestellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit \u201eUngarischen Skizzen\u201c begann der Konzertabend der Mandolinisten-Vereinigung Berlin am 15. November 2015. Diese Ouvert\u00fcre stand programmatisch \u00fcber dem ersten Konzertteil des Abendsim Rathaus Berlin-Zehlendorf. 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