{"id":363,"date":"2018-05-19T17:25:41","date_gmt":"2018-05-19T15:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bdz-berlin.de\/?page_id=363"},"modified":"2023-10-29T12:03:21","modified_gmt":"2023-10-29T11:03:21","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/landeszupforchester-berlin\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/historie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"309\" src=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/historie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-366\" srcset=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/historie.jpg 620w, https:\/\/www.bdz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/historie-300x150.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das Orchester schlie\u00dft an eine \u00fcber 200-j\u00e4hrige Tradition von Mandolinen- und Zupforchestern an. Von Beginn an waren dies Laienorchester. Um 1900 w\u00e4hlten Arbeiter die nach Feierabend einen Ausgleich suchten, f\u00fcr sich die Mandoline, weil sie ein vergleichsweise leicht zu lernendes und preiswertes Instrument in Beschaffung und Unterhalt ist. Au\u00dferdem steht sie geradezu ikonografisch f\u00fcr die italophile Heimatliebe, ein sp\u00e4tromatisches Image, was seinerzeit zu riesigen Orchestern f\u00fchrte, deren Bl\u00fctezeit in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts lag.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon damals mussten die Spieler ein Mindestma\u00df an Fertigkeiten mitbringen und es wurde Wert darauf gelegt, diese st\u00e4ndig zu erweitern. \u00dcblicherweise wurden Orchester von Virtuosen geleitet, die gleichzeitig p\u00e4dagogisch t\u00e4tig waren. Sie waren Vorbild und Lehrer zu gleich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden die bekannten gro\u00dfen Opern und sinfonischen Werke f\u00fcr Mandolinenorchester arrangiert, aber auch neue wurden komponiert. An dieser Stelle w\u00e4ren Komponisten wie Carl Henze, Konrad W\u00f6lki und Kurt Schwaen zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im geteilten Deutschland lebte diese Tradition weiter, auf der einen Seite im Vereinswesen, auf der anderen in Volksmusikgruppen. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das LZO, so wie es heute noch existiert, gegr\u00fcndet. Es hatte schon fr\u00fcher ein Landesverbandorchester gegeben (das Berliner Zupforchester), was leider aus Kostengr\u00fcnden gezwungen war, 1980 selbst in den Vereinsstatus zu wechseln.<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Gesamtberliner LZO wurde von 1990-2010 von Prof. Jo\u00ebl Betton, Professor f\u00fcr Gitarre an der UdK Berlin, geleitet und konnte in dieser Zeit ein beachtliches Repertoire aus allen Epochen der klassischen Musik zur Auff\u00fchrung bringen. Besondere Anliegen dabei waren die Erarbeitung neuer Kompositionen f\u00fcr Zupforchester, die Integration internationaler Musikkulturen und die F\u00f6rderung der Berliner \u201eJugend Musiziert\u201c-Preistr\u00e4ger.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 2010 bis 2014 lag die Leitung des LZO Berlin in H\u00e4nden von Ariane Lorch. Sie ist in Berlin aufgewachsen und studierte an der Akademie in Kassel Mandoline, Gitarre und Dirigat. Heute unterrichtet sie beide Instrumente und leitet Orchester in Wickenrode sowie das Jugendzupforchester Hessen (JZOH) und ist selbst Autorin einer mehrb\u00e4ndigen Mandolinenschule.<\/p>\n\n\n\n<p>2016 baute Symeon Ioannidis das Orchester erneut auf und hat seitdem die Leitung inne.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Erfolge<\/h1>\n\n\n\n<p>Das Orchester pr\u00e4sentiert sich regelm\u00e4\u00dfig bei den alle vier Jahre stattfindenden Eurofestivals der Zupfmusik. Diese internationale Messe f\u00fcr Zupfmusik ist weltweit einzigartig und wird vom Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ) ausgerichtet. Orchester, Solisten, Komponisten, Verleger, Instrumentenbauer und Musikalienh\u00e4ndler aus der ganzen Welt pr\u00e4sentieren sich an vier aufeinander folgenden Tagen. Es ist das wichtigste Event der Zupfmusik und das LZO hat in den Jahren 1994, 1998, 2002, 2006 und 2010 teilgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 2005 gastierte das Orchester in Frankreich und gab insgesamt vier Konzerte in Gaillon, Vire und Ca\u00ebn.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgten Konzerte mit dem in Berlin mittlerweile stark vertretenen t\u00fcrkischen Instrument Ba\u011flama und Zupforchester. 2006 hat das LZO beim Eurofestival in Bamberg das Werk \u201e17\u2019ler\u201c f\u00fcr Ba\u011flama und Zupforchester mit dem Komponisten Taner Akyol an der Ba\u011flama aufgef\u00fchrt. 2008 folgte \u201eWeltlauf\u201c von und mit Nevzat Akpinar.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Bisherige Urauff\u00fchrungen<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table is-style-stripes\"><table><thead><tr><th>Jahr<\/th><th>Komponist<\/th><th>Werk<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>1994<\/td><td>Hans Schanderl<\/td><td><b>Pulsing Moods<\/b> f\u00fcr Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>1996<\/td><td>Kurt Schwaen<\/td><td><b>Konzert-Divertimento<\/b> f\u00fcr Violoncello und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2001<\/td><td>Hannes Zerbe<\/td><td><b>Atemlos<\/b> f\u00fcr Klarinette und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2004<\/td><td>Daniel Huschert<\/td><td><b>Concerto Nr. 2<\/b> f\u00fcr Violine und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2006<\/td><td>Taner Akyol<\/td><td><b>17\u2019ler<\/b> f\u00fcr Ba\u011flama und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2008<\/td><td>Nevzat Akpinar<\/td><td><b>Weltlauf<\/b> f\u00fcr Ba\u011flama und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2010<\/td><td>Klaus W\u00fcsthoff<\/td><td><b>Collagen<\/b> f\u00fcr Gitarre, Schlagzeug und Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2010<\/td><td>David Wolff<\/td><td><b>Sofern Overture<\/b> f\u00fcr Zupforchester<\/td><\/tr><tr><td>2018<\/td><td>Franziska Henke<\/td><td><b>Break Free<\/b> f\u00fcr Zupforchester<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Orchester schlie\u00dft an eine \u00fcber 200-j\u00e4hrige Tradition von Mandolinen- und Zupforchestern an. Von Beginn an waren dies Laienorchester. Um 1900 w\u00e4hlten Arbeiter die nach Feierabend einen Ausgleich suchten, f\u00fcr&#8230; <a href=\"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/landeszupforchester-berlin\/historie\/\">Read more &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":8,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-363","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/363"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=363"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":924,"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/363\/revisions\/924"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/8"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bdz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}